Bericht Harzhorn
Das Wetter sollte das erste Mal die Motorradfahrer wirklich herausfordern – Männertag in seiner schönsten Form. Sonne satt, auch wenns früh noch kühl war.
Die Männer hatten Bock auf Motorrad statt Bollerwagen – also ging es auf zum Punktesammeln (die Bikerralley fordert uns immer wieder alle heraus).

Treffpunkt in Rhode – 11:00 Uhr eine sehr gesittete Zeit. Ein paar kleine Scherze und dann können sich Gerd und Wolfgang auch einigen, wer Guide spielt. 
Auf der Route leuchten die Rapsfelder gelb, die Bäume grün, rechts und links blühen weiße und rosa Apfel- und Kirschbäume. Ab und an stört ein Windrad die Gesellschaft der Motorräder in den Kurven.
Ich höre immer wieder ein erschreckendes Schrabbeln von Blech auf Asphalt – Stephan nimmt jede Kurve und jeden Kreisverkehr mit Grüßen vom Trittbrett mit. Wir kommen gut in Langelsheim an. Erster Stop und Freude auf einen guten Espresso. Die Freude schlägt schnell in Enttäuschung um – Ergebnis ist die einhellige Meinung, dass das Cafe wohl in Zukunft ein paar Biker weniger zu seinen Gästen zählen wird.
Stephans VN ist über den schlechten Kaffee wohl so sehr verärgert, dass es nicht mehr anspringt. Die Batterie streikt und die Jungs müssen anschieben. Das klappt zwar, aber Gerd legt sich dabei einmal lang hin auf die Straße. Davon wird er wohl noch einige Tage was haben – Rippenprellungen sind schmerzhaft.

Von da aus geht es weiter in Richtung Gandersheim. Wir schwingen neben der Autobahn schöne Kurven, Petra gefällt das so sehr, dass sie prompt an der Einfahrt vorbei fährt und gar nicht wieder einzufangen ist. Erst Wolfgang schafft es, sie zu unserem Ziel zu bringen. Wir stellen die Motorräder ab und nehmen einen „bekannten“ weißen Wagen in unsere Mitte. Kurz darauf kommen die Eigentümer. Otto und Gisela werden stürmisch begrüßt. Natürlich machen wir in der großen Gruppe Fotos als Beweisstück für die Rennleitung.


Otto erzählt, dass die Führung sehr interessant ist, 2h sind uns aber zu lang. Trotzdem besuchen wir das Informationsgebäude (sehr futuristisch) und fragen, ob wir unsere Helme und Jacken dort lassen können (und die Damen dort sind sehr freundlich ! vielen Dank !). Wir können und damit ist der Weg frei zum Schauen, Staunen, Wandern und Lernen. Wer vermutet schon an so einer Stelle römische Speere, Rüstungen und andere Kampfutensilien. Wer erklettern das Harzhorn und schwelgen in Geschichte. Die Wanderung zurück zum Gebäude führt durch einen schönen Wald und macht der ganzen Gruppe Spaß. Petra kann sehr stolz darauf sein, dass auch sie das so toll gemeistert hat.
Dann schwingen wir uns wieder auf die Maschinen und beschließen, in Schladen etwas zu essen. Die körperliche Bewegung schlägt um in Magenbewegung sprich knurren.
Der erste Stop in Schladen wird gar nicht erst zum Stop, die angestrebte Bratwurstbutze stellt sich als griechischer Imbiss heraus – auf Souflaki hat aber heute keiner Appetit. Der zweite Stop wird dann wieder unser Bäcker mit sehr leckerem Brötchen- und Kuchenangebot. Leider hat die warme Küche schon geschlossen – ist aber verständlich so kurz vor 4 Uhr.
Dann geht es weiter in der großen Gruppe, in Wolfenbüttel mussten einige tanken – mein Tank freute sich auch sehr über den erhöhten Füllungsgrad. Der Start von dort war holprig, Traktoren mit 6 km/h, ungeduldige Harley-Fahrer, sonnenerhitzte Autofahrer und ein paar unübersichtliche Stellen im Ort – schon war das Chaos fast perfekt – aber zum Glück haben wir alles wiedergefunden und in Salzgitter waren wir wieder beisammen.
Der letzte Verabschiedungsstop. „Es war eine schöne Tour“ – einhellig. Wir bringen Monika und Stephan noch nach Hause und gegen 19:00 Uhr haben wir uns das Ankommbier verdient. Und ich muss jetzt zur 1000-er Inspektion – Einfahren beendet 🙂




